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Meine Erlebnisse und Erfahrungen als Tierpsychologin.

    
Ich habe schon vieles als Tierpsychologin erlebt. Unter anderem diese 2 Geschichten.

 

 

 Vier kleine unschuldige Racker.

 Überall in einer Wohnung geboren. Auf der Chouch, dem Fußboden, unter dem Stubentisch.
Und keiner hat etwas bemerkt !

Eine Kundin bei der ich bereits eine länger Zeit als Tierpsychologin tätig war, macht mich zum Glück auf diese 4 Welpen aufmerksam.

Die Besitzer der Mutterhündin hatten weder die Trächtigkeit ihrer Hündin bemerkt, noch, das sie verteilt in dem Wohnzimmer diese 4 kleinen Welpen geboren hatte. Sie wunderten sich lediglich, was denn da plötzlich so rum lag und gingen zur Nachbarin (meiner Kundin) um ihr das zu zeigen. Als sie mich dann gleich angerufen hat fuhr ich sofort los, um zu sehen, was denn da passiert ist.

Dort angekommen, traute ich meinen Augen nicht. 
Die Welpen lagen mittlerweile alle auf einer schmutzigen Decke.
Der Mutterhündin ging es dem Anschein nach nicht gut.
Sie machte einen schwachen Eindruck und wirkte verwirrt.

Nach einigen Fragen stellte ich fest, das es in der Wohnung keine Möglichkeit gab, eine Wurfkiste zu bauen und niemand hatte eine Rotlichtlampe. Die Mutterhündin war noch nie geimpft worden und sie bekam auch kein vernünftiges Futter.

Also fing ich an, zu improvisieren.
Ich rief eine Tierärztin an, die an diesem Tag nach Feierabend noch vorbei kam, um die Welpen mit ihrer Mutter zu untersuchten. Zum Glück waren alle gesund.
Die Mutter bekam eine Aufbauspritze.

Dank der Mitarbeit meiner Kundin und ihrem Mann, haben wir Geld gesammelt und sind in einen Baumarkt gefahren. Als wir alles notwendige Material hatten, besorgte ich noch eine Rotlichtlampe. Wie bauten eine Wurfkiste, schalteten die Lampe an und legten alle Hunde zusammen in die Wurfkiste.

Endlich konnte die Mutterhündin sich in Ruhe um ihre Welpen kümmern. Ich war erleichtert, als alle sich an ihre Zitzen machten um zu trinken.

Von dem Tag an besuchte ich täglich die Familie, um nach den Welpen zu sehen und telefonierte oft mit der Tierärztin. Parallel dazu informierte ich den Vorsitzenden der Tierhilfe Rotenburg, Herrn H. Gruppe, mit dem ich eng zusammen gearbeitet habe. 

Gemeinsam machten wir regelmäßige Besuche und redeten sehr viel mit den Besitzern der Hündin. Die Welpen entwickelten sich zum Glück prächtig und auch die Besitzer fingen an, mitzuarbeiten.

Auch die Tierärztin kam ab und zu vorbei, um nach allen Hunden zu schauen. Sie entwurmte die kleinen regelmäßig und gab ihnen auch die ersten Impfungen.

Als die kleinen Rackenr dann 8 Wochen alt waren, schaltete ich die obige Anzeige und es meldeten sich viele Leute. Zusammen mit dem Kollegen der Tierhilfe, entschieden wir uns dann für die zukünftigen neuen Besitzer.

Den Erlös der Welpen zahlte wir an die Tierärztin, denn sie sorgte noch für die Impfung der Mutterhündin und der Kastration. Jeweils 50,00 € behielten Herr Gruppe und ich für unsere Benzinkosten, weil wir insgesamt immer 60 km An- und Abfahrt hatten.

6 Monate lang fuhr ich (meist unangemeldet) zu den neuen Besitzern um zu sehen, wie es den kleinen geht. Doch ich muss ehrlich sagen, dass wir uns für jeden einzelnen Besitzer richtig entschieden haben. Jedem Hund ging es sehr gut und alle sind mit ihnen in die Hundeschule gegangen.

Darüber habe ich mich sehr gefreut.

Zum Schluss trainierte ich noch mit der Mutterhündin und machte ihren Besitzern klar, was es bedeutet einen Hund zu haben.

Sie gaben sich in allem viel mehr Mühe und gingen von nun an mehr und regelmäßig Gassi.

Nach 4 Monaten vieler Besuche und Übungen, zeigte die Hündin einen guten Gehorsam, war ausgeglichen, lief sogar ohne Leine und ließ sich abrufen. Die Besitzer hatten viel gelernt und verstanden.

Fazit:

Die viele Arbeit und Mühe hat sich für alle gelohnt. Die Besitzer haben viel gelernt und verstanden.         

Die Hündin war geimpft, kastriert und ausgeglichen. Sie hatte viel gelernt, bessere Besitzer und ihr Nachwuchs war ebenfalls gut versorgt!

Für die Tierärztin, Herrn Gruppe und auch für mich, war all das ein schönes Gefühl.
Unsere Arbeit hat sich gelohnt!

 

 Das letzte Bild von der Hundemama, mit ihrem neuen Geschirr und ihren hungrigen kleinen, die ein letztes Mal trinken.

 

Die zweite Geschichte.

Ich kann doch nichts dafür.

 

Sie war meiner Schülerin. Allerdings, von "Gehorsam" hielt sie gar nichts und auch ihr allgemein Verhalten ließ reichlich zu wünschen übrig. Doch da konnte sie nichts für, denn sie wurde nie richtig erzogen, sondern nur von einem Besitzer zum nächsten gereicht, weil sie ja so schwierig war.

Ihre damalige Besitzerin machte sich allerdings die Mühe, mich anzurufen. Wir trafen uns und vereinbarten nach einem langen Gespräch, Trainigsstunden zu Hause als auch draußen.

In der ersten Zeit lief alles sehr gut.  Die Hündin machte zwar zuerst alles andere als richtig aber auch das lag nicht an ihr, sondern an der Unwissenheit ihrer Besitzerin. Als diese nach einiger Zeit allerdings anfing zu lernen und zu begreifen, wie sie ihr Verhalten ändern muss und wie sie dann mit ihrem Hund umgehen muss, machten wir Fortschritt

Ich bemerkte jedoch nach kurzer Zeit, das die Hündin sehr unkonzentriert war und beobachtete sie täglich mehr. Mir fiel auf, dass sie immer fülliger wurde und tastete ihren Bauch ab. Tatsächlich. Sie war trächtig!

Obwohl sie bis zu diesem Zeitpunkt nur an der Leine gehen konnte, hatte angeblich keiner bemerkt, das sie Kontakt mit einem Rüden gehabt haben muß.

Für mich war das unvorstellbar und ich fühlte mich belogen!

Nun hatte ich die Wiederholung der ersten Geschicht, die sehr ähnlich war. Eine trächtige Hündin und keiner hat etwas davon gewusst!

 

Die nächste Rasselbande. 4 Rüden und 3 Hündinnen.

Die Geburt diese 7. großen Welpen war für diese Hündin sehr schwierig und anstrengend.

Man kann sehr gut erkennen, das die 3 1/2 Wochen alten Welpen sehr groß werden.

Es stellte sich später herraus dass ein Freund der Familie, der mit der Hündin ab und zu Gassi ging, sich einen Spaß daraus gemacht hatte, den großen Mischlingshund eines Freundes auf die kleine Dackelhündinn zu lassen!

Ohne Worte !!!

Ich hatte das Training mit der Hündinn eingestellt, damit sie sich erholen und um ihre Welpen kümmern konnte.

Denn die 7. waren anstrengend genug für so eine kleine Mama.

Einige Wochen später, nachdem auch diese Welpen nach Entwurmung und Impfung erfolgreich von uns vermittelt waren, ist auch diese Hündin kastiert worden. Eine zweite Trächtigkeit und Geburt hätte sie laut Tierarzt nicht überlebt.

Als dann alles überstanden war, es allen gut ging, haben wir mit sehr viel Spaß und Erfolg mit dem Training weiter gemacht. Heute ist sie eine gut sozialisierte, gehorsame Hündin, mit einer Besitzerin, die sehr stolz auf sich und ihren Hund ist, der endlich ein festes zu Hause hat.

 

Der Freund durfte mit der Hündin nie wieder Gassi gehen. Recht so!

 
Ich könnte Ihnen noch mehr solcher und ähnlicher Geschichten erzählen.
Aber ich denke, das reicht für den " kleinen Einblick " in meine Arbeit.

Für mich als Tierpsychologin ist es wichtig, einen Erfog zu erzielen. Dabei ist es egal, ob es sich um Welpen handelt oder um ältere Hunde, Neuzugänge, Findelkinder, Zweithund oder einen Hund, der schon länger im Hause lebt und sich aus irgendeinem Grund verändert hat.

Allerdings bezieht sich der Erfolg nicht nur auf die Hunde, sonder in erster Linie auf seine Menschen.

Das wichtigste an meiner Arbeit sind Gespräche, die Sie mit mir führen. Dafür muss die ganze Wahrheit in Bezug auf ihren Hund auf den Tisch, um eine Ursachenforschung betreiben zu können.

Nur so können wie anfangen, zusammen zu arbeiten.
Manchmal sogar für eine etwas längere Zeit.
 
Nun verabschiede ich mich und danke Ihnen, dass Sie sich meine Homepage
bis hier hin angeschaut haben.

Ich wünsche Ihnen und ihrem Hund, oder Hunden, für die Zukunft alles Gute.

 

Liebe Grüße

Silvia Knublauch

Tierpsychologin - Beratung - Schulung

 

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